Negative Zinsen

in THINC und MARZIPAN

Historisch niedrige bis negative Zinsen sind in den letzten Monaten zur Realität geworden. Dadurch stoßen viele etablierte Bewertungsmodelle an ihre Grenzen. Für Banken und Kreditinstitute entsteht erheblicher Anpassungsbedarf ihrer IT - insbesondere in den Bereichen Planung, Steuerung und Kalkulation. Mit unseren Produktsuiten THINC und MARZIPAN sind wesentliche Fragestellungen in diesem Themenumfeld bereits gelöst.

Aktuelle Umsetzung und weitere Planung

Download Kundeninformation

ANSPRECHPARTNER

Ingo Müller

Lead Business Consultant

+49 (0) 7252 / 9350 - 180

FAQs

Gibt es Einschränkungen bei der Erfassung negativer Nominalzinsen?

Grundsätzlich kann für fast alle Instrumente ein negativer Nominalzins erfasst und verarbeitet werden. Dies gilt sowohl für Nominalzinsen, als auch Zinsfixings, aber auch Strikes von Optionen. Noch nicht möglich ist die Erfassung von Zinsoptionen mit negativem Renditestrike. Darüber hinaus können Swaptions nicht verwaltet und bewertet werden, bei denen das Swap-Underlying auf der festen Seite einen Kupon aufweist, der kleiner oder gleich 0 ist.

Caps, Floors und Collars können zwar grundsätzlich mit einem negativen Strike erfasst werden. Wurde in den Institutseinstellungen allerdings festgelegt, dass die Bewertung mit dem Lognormalmodel (BDT, Black76) erfolgen soll, so wird für diese Gattungen eine Fehlermeldung generiert.

Worauf wird die Kappungsgrenze bei Originalkurven angewendet?

Wird eine Originalkurve gekappt, so erfolgt stets die Kappung der Parbond-Rendite mit der Kappungsgrenze. Der entsprechende Nominalzins wird konsistent zurückgerechnet.

Wie wird das Szenario im Zeitablauf angewendet?

Wird durch ein Zinssenkungsszenario die Kappungsgrenze nach unten durchbrochen, so wird standardmäßig folgendermaßen verfahren:

Zum Eintrittsdatum des Szenarios wird die ungekappte Szenario-Zinskurve ermittelt. Zwischen dieser ungekappten Zinskurve und der Zinskurve zum Auswertungsdatum wird für alle relevanten Zeitpunkte zwischen Auswertungsdatum und Eintrittsdatum die Zinskurve interpoliert. Erst nach der Interpolation wird die Zinskurve gekappt. Für die Bewertung des Kundengeschäftes wird auf der Parbondkurve gekappt. In sDIS+ erfolgt für das Eigengeschäft in diesem Fall die Kappung auf der Zerokurve. Diese Änderung der Interpolation für das Eigengeschäft gilt ab Release 17.0. Zuvor erfolgte die Kappung der Zinskurve direkt am Eintrittsdatum, für dazwischenliegende Termine wurde auf der bereits gekappten Zinskurve interpoliert.

Werden Zinskurven, die bereits in der Realität beobachtet wurden gemäß der Kappungsgrenze gekappt?

Hier gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen: sDIS+ wendet die Kappungsgrenze auch auf die Vergangenheit an, das heißt dort greift die Kappungsgrenze immer. Im GuV-PLANER/EVR wird für das Analysedatum die Originalzinskurve verwendet, für die Zukunft (das heißt bei der Anwendung des Zinsszenarios) wird die Kappungsgrenze angewendet.

Wird das Zinsszenario auf die gekappte oder die ungekappte Zinskurve aufgeschlagen?

Das Zinsszenario wird stets auf die ungekappte Zinskurve aufgeschlagen. Die Kappung erfolgt erst nach der Anwendung des Zinsszenarios.

Was bedeutet die Fehlermeldung

Häufig erscheint diese Fehlermeldung, wenn unter Berücksichtigung der Kappungsgrenze kein Credit Spread ermittelt werden kann, so dass der Marktkurs "getroffen" wird. Dies ist dann der Fall, wenn die Rendite des Papiers (auf Basis des Marktkurses) unter der Kappungsgrenze liegt.

Erscheint diese Fehlermeldung, wird das Wertpapier mit der Zinskurve (ohne Berücksichtigung eines Credit Spreads) bewertet. Der Marktkurs wird dann am Auswertungstag nicht "getroffen", sondern ein theoretischer Kurs ermittelt.

Durch die Anpassung der Kappungsgrenze kann dieser Fehler vermieden werden.

Wie kann es sein, dass sich meine Risikoprämie am Planungshorizont massiv verringert beziehungsweise gleich null ist?

Die Risikoprämie wird ermittelt aus der barwertigen Differenz zwischen der Teilmarktkurve und der Teilmarktkurve inklusive Credit Spread. Wird eine Kappungsgrenze vorgegeben, so greift diese für jede Zinskurve separat. Das heißt, die Kappungsgrenze wird auf die Teilmarktkurve des Wertpapiers in gleicher Weise angewendet wie auf die Zinskurve inklusive Credit Spread.

Wird nun ein Wertpapier bewertet, dessen Rendite knapp über der Kappungsgrenze liegt, so wird für dieses Wertpapier der implizite Credit Spread ermittelt. Im Rahmen der Szenariowertermittlung wird auf die aktuelle Zinskurve das Szenario und der zuvor ermittelte implizite Credit Spread aufgeschlagen. Wird ein Zinssenkungsszenario definiert, das dazu führt, dass die Kappungsgrenze greift, so kann dies dazu führen, dass die Szenariokurve mit und ohne Spread identisch (auf der Kappungsgrenze) sind. Die Risikoprämie wird in diesem Fall = 0 sein.

Werden Credit-Spread-Szenarien immer vollständig angewendet?

Auch bei der Anwendung von Credit-Spread-Szenarien gilt dieselbe Vorgehensweise wie bei "normalen" Zinskurven in Kombination mit der Kappungsgrenze: Die Credit-Spread-Szenarien werden auf die Zinskurve inklusive Credit Spread aufgeschlagen. Erst danach wird die Kappungsgrenze angewendet.

Dies kann dazu führen, dass das Credit-Spread-Szenario nicht in voller Höhe angewendet werden kann.

Was geschieht bei der Bewertung von Optionen bei negativen Zinsen in sDIS+?
Hier gibt es verschiedene Fälle zu betrachten:

  • Bewertung von Devisenoptionen, Aktienoptionen und Zinsoptionen

    Mit Release 17.0 wird nur noch die Kappungsgrenze, die an den Simulationsparametern definiert wurde, berücksichtigt. Eine implizite Kappung bei 0,01 % wie vor Release 17.0 erfolgt nun nicht mehr. Dies ist möglich, da es sich bei diesen Optionstypen um kursbasierte Optionen handelt, bei denen der Kurs den Ausübungsgegenstand darstellt. Dieser ist stets größer null, weshalb das Optionspreismodell ohne Einschränkungen angewendet werden kann.

  • Bewertung von Cap, Floor, Collar, Swaption, MultiCallable/Putable im Normalmodell (Ho-Lee, Bachelier, ab Release 17.0)

    Bei den Normalmodellen kann eine negative Zinsstruktur berücksichtigt werden. Deshalb wird in diesen Modellen eine beliebige Kappungsgrenze der Simulationsparameter berücksichtigt. Die Zinskurve wird nicht mehr automatisch bei 0,01 % gekappt.
  • Bewertung von Cap, Floor, Collar, Swaption, MultiCallable/Putable im Lognormalmodell (BDT, Black-Scholes)

    Bei den Lognormalmodellen kann keine negative Zinsstruktur berücksichtigt werden. Ist als Kappungsgrenze in den Simulationsparametern ein Wert <= 0 definiert, so wird bei 0,01 % gekappt, bei einer Kappungsgrenze > 0 wird diese berücksichtigt.
Was muss ich beachten, wenn ich die Normalmodelle (Ho-Lee, Bachelier) nutzen möchte?

Um Optionen mit den Normalmodellen bewerten zu können muss ein zusätzlicher Marktdatentyp, die "Normalvolas", in EINSTAND angelegt beziehungsweise über GMIS importiert werden.

Sollen Caps, Floors, Collars bewertet werden, so sind Normal-Parvolas zu erfassen (in EINSTAND im Menübaumeintrag "Parvolatilitäten" zu finden). Für Swaptions, Zinsoptionen und Multi-Callables/Putables werden Normal-Zinsvolas benötigt (in EINSTAND im Menübaumeintrag "Zinsvolatilitäten" zu finden).

Um eine MHS unter Berücksichtigung von Volatilitätsänderungen starten zu können, werden auch für die Historie Marktdaten benötigt. Liegen diese nicht vor, so wird von einer Seitwärtsentwicklung ausgegangen.

Wie greift die Kappungsgrenze bei der Cashflow-Erzeugung des Floater?

Bei der Ermittlung des Bewertungs-Cashflows werden die Forwards (also die erwarteten zukünftigen Zinszahlungen) auf Basis der gekappten Zinskurve ermittelt.

Wie erfolgt die Abbildung in der periodischen Steuerung für einen Floater im Eigengeschäft, der gemäß Anleihebedingungen kein negatives Zinsfixing haben kann.

Bei negativen Laufzeitrenditen notiert Eigen-Istgeschäft derzeit mit einem Kurs über Pari. Bis zur Fälligkeit resultiert hieraus jährlich ein negatives Bewertungsergebnis. Der Nominalzins ist auf 0 % nach unten begrenzt.

Für alle Zinsfixings, die vor dem Analysedatum liegen, muss an den Gattungsdaten in sDIS+ bereits ein bei 0 % gekappter Zinssatz vorgegeben werden. Für diese Perioden besteht darüber hinaus kein Handlungsbedarf.

Für alle zukünftigen Zinsbeträge können die Auswirkungen der negativen Fixings mit Hilfe der msgGillardon-Excel-Hilfe „Zinskorrekturbeträge Floater Bestandsgeschäft (Istgeschäft)“ quantifiziert und gegebenenfalls Korrekturbeträge ermittelt werden. Excel-Hilfe und Anleitung stehen kostenfrei im Download-Center zur Verfügung.

Das Bewertungsergebnis ist bei Verwendung impliziter Credit Spreads korrekt und muss nicht angepasst werden. Die Optionsprämie wird durch die Marktkursbelieferung in eine Optionsprämie „umgerechnet“: Im Zeitverlauf nähert sich der Kurs immer mehr dem Rückzahlungskurs an. Dadurch entsteht korrekterweise ein negatives Bewertungsergebnis.

An welcher Stelle werden im GuV-PLANER negative Zinsen simuliert? Welche Varianten sind möglich und sinnvoll?
Kappung der Marktzinsen

Eine Kappung der Marktzinsen bei 0 ist nicht sinnvoll. Dies entspricht nicht der Realität und führt zur falschen Aufteilung des Zinsergebnisses in Konditionen- und Strukturbeitrag. Die Verwendung einer (negativen) Kappungsgrenze hängt vom Anwendungsfall und vom Prozess ab. Eine individuell festgelegte Kappungsgrenze kann verwendet werden, wenn bestehende Zinsszenarien mit stark fallenden Zinsen weiterhin verwendet werden sollen, ohne als extrem unwahrscheinlich eingestufte Zinsstrukturen zu simulieren.

Hinsichtlich Zinsspannenrisiko beziehungsweise Aufteilung in Konditionen- und Strukturbeitrag ist jedoch zu beachten, dass die Risikowerte verschiedener Stichtage mitunter nicht vergleichbar sind, wenn ausgehend von unterschiedlicher Stichtags-Zinsstruktur stets dieselbe Kappungsgrenze verwendet wird.

Negative Kundenzinsen

Zur Umgehung der globalen Nominalzinsbegrenzung sind aktuell folgende beiden Vorgehensweisen möglich. Variante 1 ist eine einfache, schlanke Lösung, die zu guten Ergebnissen führt. Variante 2 ist prozessual aufwändiger, führt aber dafür zu korrekten Ergebnissen:

Variante 1
Zur Unterscheidung der Nominalzinsbegrenzung je nach Planpositionen, können zwei GuV-PLANER-Simulationen durchgeführt werden:
  • GuV-PLANER-Simulation mit Nominalzinsbegrenzung
  • GuV-PLANER-Simulation ohne Nominalzinsbegrenzung
  • Ergebnisse im Reporting zusammenführen
Hinweis: Durch die manuelle nachgelagerte Korrektur der Ergebnisse wird eine Ungenauigkeit in der Ausgleichsdisposition in Höhe des Zinsergebnisses (Tagesgeldzinssatz) auf die Differenzbeträge eingegangen. Es handelt sich hierbei also um einen Zinseszinseffekt, der in der Regel im Rahmen der Planungs- und Szenario-Rechnung betriebswirtschaftlich vernachlässigt werden kann. Eine exakte Berücksichtigung wäre möglich, ist aber aufgrund des prozessualen Aufwands einerseits und der geringen Ergebniswirkung andererseits nicht Bestandteil dieser Handlungsempfehlung.

Variante 2
  • Wird ohne Nominalzinsbegrenzung gerechnet, kann über eine explizite Margenplanung (passend zum verwendeten Zinsszenario) die Nominalzinsentwicklung „kontrolliert“ werden:
  • GuV-PLANER-Simulation mit gewünschtem Zinsgeschäftsszenario und Zinsszenario durchführen
  • Auf Basis der Einstandssätze aus dem zeitlichen Verlauf der Kennzahlenanalyse können die „korrekten“ Margenverläufe berechnet werden:
    Beispiel Passivposition: Marge (t) = Min (Einstand(t) - Minimalkundenzins, Planmarge(t))
  • Über den Margenimport des Planungsassistenten können die so errechneten Margenplanungen leicht in ein Zinsgeschäftsszenario integriert werden.
Wie muss ich im GuV-Planer vorgehen um je Bilanzposition beziehungsweise Planposition negative Kundenzinsen zuzulassen?
Kappung der Marktzinsen

Eine Kappung der Marktzinsen bei 0 ist nicht sinnvoll. Dies entspricht nicht der Realität und führt zur falschen Aufteilung des Zinsergebnisses in Konditionen- und Strukturbeitrag. Die Verwendung einer (negativen) Kappungsgrenze hängt vom Anwendungsfall und vom Prozess ab. Eine individuell festgelegte Kappungsgrenze kann verwendet werden, wenn bestehende Zinsszenarien mit stark fallenden Zinsen weiterhin verwendet werden sollen, ohne als extrem unwahrscheinlich eingestufte Zinsstrukturen zu simulieren.

Hinsichtlich Zinsspannenrisiko beziehungsweise Aufteilung in Konditionen- und Strukturbeitrag ist jedoch zu beachten, dass die Risikowerte verschiedener Stichtage mitunter nicht vergleichbar sind, wenn ausgehend von unterschiedlicher Stichtags-Zinsstruktur stets dieselbe Kappungsgrenze verwendet wird.

Negative Kundenzinsen

Zur Umgehung der globalen Nominalzinsbegrenzung sind aktuell folgende beiden Vorgehensweisen möglich. Variante 1 ist eine einfache, schlanke Lösung, die zu guten Ergebnissen führt. Variante 2 ist prozessual aufwändiger, führt aber dafür zu korrekten Ergebnissen:

Variante 1
Zur Unterscheidung der Nominalzinsbegrenzung je nach Planpositionen, können zwei GuV-PLANER-Simulationen durchgeführt werden:
  • GuV-PLANER-Simulation mit Nominalzinsbegrenzung
  • GuV-PLANER-Simulation ohne Nominalzinsbegrenzung
  • Ergebnisse im Reporting zusammenführen
Hinweis: Durch die manuelle nachgelagerte Korrektur der Ergebnisse wird eine Ungenauigkeit in der Ausgleichsdisposition in Höhe des Zinsergebnisses (Tagesgeldzinssatz) auf die Differenzbeträge eingegangen. Es handelt sich hierbei also um einen Zinseszinseffekt, der in der Regel im Rahmen der Planungs- und Szenario-Rechnung betriebswirtschaftlich vernachlässigt werden kann. Eine exakte Berücksichtigung wäre möglich, ist aber aufgrund des prozessualen Aufwands einerseits und der geringen Ergebniswirkung andererseits nicht Bestandteil dieser Handlungsempfehlung.

Variante 2
  • Wird ohne Nominalzinsbegrenzung gerechnet, kann über eine explizite Margenplanung (passend zum verwendeten Zinsszenario) die Nominalzinsentwicklung „kontrolliert“ werden:
  • GuV-PLANER-Simulation mit gewünschtem Zinsgeschäftsszenario und Zinsszenario durchführen
  • Auf Basis der Einstandssätze aus dem zeitlichen Verlauf der Kennzahlenanalyse können die „korrekten“ Margenverläufe berechnet werden:
    Beispiel Passivposition: Marge (t) = Min (Einstand(t) - Minimalkundenzins, Planmarge(t))
  • Über den Margenimport des Planungsassistenten können die so errechneten Margenplanungen leicht in ein Zinsgeschäftsszenario integriert werden.
Wie kann der Basel-Zinsschock berechnet werden, wenn die aktuelle Zinskurve bereits negativ ist?

Für das Zinssteigerungsszenario ist ein Zinsspreadszenario auf die Zinsstruktur anzulegen. Hierbei kann für die Tagesgeldstützstelle ein Aufschlag von +200 BP definiert werden, der dann für alle weiteren Stützstellen automatisch fortgeschrieben wird.

Beim Zinssenkungsszenario sollte – bei aktuell vorliegenden negativen Zinsstrukturstützstellen – die Abbildung über Zinsprognosen erfolgen. Hierzu ist für alle Zinskurven, die für die Bewertung des Portfolios zu betrachten sind, eine Zinsprognose so zu erfassen, dass:

  • negative Stützstellen ihren Stützstellenwert beibehalten.
  • positive Stützstellen mit einem Stützstellenwert kleiner oder gleich 2 % auf 0 % gesetzt werden.
  • positive Stützstellen mit einem Stützstellenwert größer 2 % um 2 % reduziert werden.

Hierzu empfiehlt es sich, die aktuelle Zinskurve als Prognosekurve auszuwählen und danach zu modifizieren.

Eine Abbildung als Zinsspreadszenario ist grundsätzlich ebenfalls möglich. Da jedoch bei der Erfassung des Spreadszenarios keine Möglichkeit besteht, die aktuelle Zinskurve auszuwählen beziehungsweise zu nutzen und darüber hinaus aus dem Spreadszenario die Untergrenze von 0 % für positive Stützstellen nicht direkt abgelesen werden kann, stellt sich die Erfassung unübersichtlicher dar.

In beiden Fällen – dem Zinssenkungs- sowie dem Zinssteigerungsszenario – ist in den Simulationsparametern der Barwertsimulation zu parametrisieren, dass sie ohne Kappung der Zinskurve erfolgen soll.

Müssen auch Optionen im Basler Zinsschock berücksichtigt werden?

Auch Zinsoptionen unterliegen dem Zinsänderungsrisiko und müssen im BaFin-Zinsschock berücksichtigt werden. Relevant für das Risiko von Zinsoptionen sind zusätzlich zu Zins- auch Volatilitätsänderungen. Pauschal kann man (vor allem in der Lognormal-Welt) von dem Zusammenhang ausgehen: „je niedriger das Zinsniveau, desto höher die Volatilität“. Da im Rundschreiben der BaFin auf diesen Zusammenhang nicht eingegangen wird, ist im Rahmen der Messung des Zinsschocks von gleichbleibenden Volatilitäten auszugehen. Das heißt, dass kein Volatilitätsszenario zu unterstellen ist. Gerade im Zinssteigerungsszenario prallen daher sehr hohe aktuelle Volatilitäten mit einem deutlich höheren Zinsniveau zusammen, was zu massiven Steigerungen des Optionspreises führen kann.

Bei der Messung des Basler Zinsschocks steigen meine Optionsrisiken massiv an, kann das tatsächlich stimmen?

Auch Zinsoptionen unterliegen dem Zinsänderungsrisiko und müssen im BaFin-Zinsschock berücksichtigt werden. Relevant für das Risiko von Zinsoptionen sind zusätzlich zu Zins- auch Volatilitätsänderungen. Pauschal kann man (vor allem in der Lognormal-Welt) von dem Zusammenhang ausgehen: „je niedriger das Zinsniveau, desto höher die Volatilität“. Da im Rundschreiben der BaFin auf diesen Zusammenhang nicht eingegangen wird, ist im Rahmen der Messung des Zinsschocks von gleichbleibenden Volatilitäten auszugehen. Das heißt, dass kein Volatilitätsszenario zu unterstellen ist. Gerade im Zinssteigerungsszenario prallen daher sehr hohe aktuelle Volatilitäten mit einem deutlich höheren Zinsniveau zusammen, was zu massiven Steigerungen des Optionspreises führen kann.

SUCHE

Sparkassen-Finanzgruppe

Unsere Lösungen für Sie

mehr erfahren