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Zweimal rechnen - Vorfälligkeitsentschädigung und Sondertilgungsoptionen

Autor: Prof. Dr. Konrad Wimmer

Quelle: NEWS 01/2015

 

Gemäß § 490 Abs. 2 BGB muss eine Bank Sondertilgungsrechte zugunsten des Kreditnehmers bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung berücksichtigen, da – so die Begründung – die Bank bezüglich der Sondertilgungsrechte keine rechtlich geschützte Zinserwartung hat. Zugunsten des Kunden ist prinzipiell zu unterstellen, dass der Kreditnehmer sämtliche in der Zukunft liegenden Sondertilgungsrechte frühestmöglich ausgeübt hätte (→ Ersparnis der Darlehenszinsen im Vergleich zu einer aktuellen Geld- und Kapitalmarktanlage). Aktuell mehren sich jedoch die Fälle, in denen die Einbeziehung der Sondertilgungsrechte schadenserhöhend wirkt. Sondertilgungsrechte werden aber nur dann in die Schadensberechnung aufgenommen, wenn sie zu einer Reduzierung des Schadens führen. Sie werden nicht einbezogen, wenn sie zu einer Schadenserhöhung führen. Denn es ist davon auszugehen, dass der Kunde die Sondertilgungsoption nicht ziehen würde, wenn dies zu seinem Nachteil wäre.

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