Niedrigzinsumfrage

Die Ergebnisse liegen vor

Umfrage zur Widerstandsfähigkeit deutscher Kreditinstitute im Niedrigzinsumfeld

Die 3. Niedrigzinsumfrage der Deutschen Bundesbank prägte für ca. 1.500 kleine und mittelgroße deutsche Banken, Sparkassen und Kreditinstitute das 2. Quartal 2017. Nun stehen die Ergebnisse fest. BaFin und Deutsche Bundesbank präsentierten die aktuellen Erkenntnisse am 30. August 2017 im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz

Ziel der Umfrage 2017 war, die aktuelle und auch die zukünftige Risiko- und Ertragslage der Institute zu fassen - und zwar mittels vorgegebener Planannahmen und risikobehafteter Szenarien, wie auch individueller Sichten der befragten Institute.

Die Ergebnisse zeigen: Das Niedrigzinsumfeld belastet die "nicht-signifikanten" Institute in Deutschland weiterhin erheblich. Sie rechnen - wenn auch nicht mehr ganz so stark wie 2015 - mit einem deutlichen Sinken des Zinsüberschusses bis 2021. Gleichzeitig planen sie, ihre Kernkapitalquote sukzessive zu erhöhen.

Herausforderungen und Neues in der Umfrage

Besonders der neu hinzugekommene Stresstest für Zinsänderungsrisiken stellte viele Institute vor eine besondere Herausforderung. Die Bundesbank fragte auf Teilportfolioebene die aktuellen Durchschnittsbestände und -verzinsungen und die geplanten Neugeschäftszinsen bei einem Ad-hoc-Zinsanstieg um +200BP ab. Dass die geforderte Teilportfolioebene aus dem Bereich Meldewesen stammt und in der Zinsbuchsteuerung bisher kaum Verwendung findet, machte das Mapping auf die geforderte Teilportfolioebene und die Vielzahl der geforderten Kennzahlen für viele Institute schwierig.

Neu in der Umfrage war, dass sie - neben der eigentlichen Niedrigzinsumfrage - auch aus Fragestellungen zu Stresstests, zum Markt für Wohnimmobilien, den Kreditvergabestandards, den Pensionsverpflichtungen sowie Sonderfragen für Bausparkassen bestand. Darüber hinaus wurde die Stellung der Institute im Bankenmarkt und der Umgang zum Beispiel mit FinTechs behandelt.

Ein erstes Fazit

Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Quantität und die Qualität der Niedrigzinsumfrage im Vergleich zu den Jahren 2013 und 2015 gestiegen ist. Unter anderen stand im Zinsbereich die Ergebnisspaltung und hierbei der Strukturbeitrag stärker im Fokus. Aber auch übergreifende "qualitative" Themen, wie der Blick auf Fusionen oder Digitalisierung haben an Aufmerksamkeit seitens der Aufsicht gewonnen.

Die Institute rechnen mit deutlich zunehmendem Wettbewerb, gerade durch innovative neue Anbieter im Bankenmarkt. Fusionen rücken mehr in den Fokus - überraschende 50 Prozent können sich mittelfristig Zusammenschlüsse vorstellen, gut 10 Prozent sind bereits eingebunden.

Auch in diesem schwierigen Umfeld sind wir Ihr kompetenter Partner

Unsere Berater begleiten Sie kompetent und umfassend auf dem Weg durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld. Mit unseren Softwaremodulen sind Sie bereits gut aufgestellt. Wir helfen Ihnen dabei, den Einsatz in Ihrem Haus zu optimieren, denn: Die nächste Umfrage kommt bestimmt.

 

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Christian Bachert

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